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Wasserstände der letzten sieben Tage am Pegel Kleinmachnow UP und OP.
Quelle: www.elwis.de ©Wasser- und Schifffahrts- verwaltung des Bundes

Der Teltowkanal, Länge 37,82 km, liegt in Berlin und dem südlichen Berliner Umland. Er verbindet die Dahme-Wasserstraße (Dahme, Nebenfluss der Spree) mit der Potsdamer Havel. Als Bundeswasserstraße verläuft der Kanal durch die Bundesländer Berlin und Brandenburg und bildet teilweise ihre Landesgrenze.

Lage

Der Teltowkanal ist für die Schifffahrt eine Südumgehung Berlins. Die Fließrichtung ist von Ost nach West. Die Kilometrierung zählt von West nach Ost. Sie beginnt am östlichen Ende der Glienicker Lake bei Potsdam/Klein-Glienicke und endet an der Dahme bei Grünau.

Der Kanal führt durch den Griebnitzsee, der zwischen Berlin-Wannsee und Potsdam-Babelsberg liegt und zum Flusssystem der Havel gehört. Nach Passieren der Eisenbahn- und S-Bahn-Strecke Berlin – Potsdam bei Kohlhasenbrück und der Autobahn A 115 bei Dreilinden, erreicht er den Ort Stahnsdorf und anschließend Kleinmachnow mit dem Machnower See und der malerisch-geschichtsträchtigen Hakeburg. Westlich befindet sich die einzige Schleuse des Kanals. Zwischen Berlin-Zehlendorf und der Stadt Teltow bildet der Kanal die Landesgrenze zwischen Berlin und Brandenburg. Von dort verläuft er über Lichterfelde, Steglitz, Tempelhof, Neukölln und Treptow nach Grünau. Am Kanalkilometer 28,3, der Kreuzung beim Hafen Britz-Ost zweigen der Neuköllner Schiffahrtskanal und der Britzer Verbindungskanal vom Teltowkanal ab.

Wer in die Spree-Oder-Wasserstraße fahren wollte, musste jahrelang den Teltowkanal beim Hafen Britz-Ost verlassen und seine Fahrt auf dem 4,1 Kilometer langen Britzer Verbindungskanal zur Spree-Oder-Wasserstraße fortsetzen. Der weitere Verlauf des Teltowkanals war zwischen km 36,60 und km 37,83 gesperrt. Seit April 2000 ist dieses Teilstück (anders als oft angegeben) wieder befahrbar, so dass man nun auch hier zur Spree-Oder-Wasserstraße weiterfahren kann.

Die geringste Brückendurchfahrtshöhe bei mittlerem Wasserstand liegt bei 4,40 m. Im Verlauf liegt eine Schleuse bei Kleinmachnow (Kanalkilometer 8,3; drei Kammern). Der maximal zulässige Tiefgang beträgt 2,00 m bei einer Wassertiefe von 2,5 m, außer im Abschnitt Kanalkilometer 19,0 bis 34,1. Hier ist nur ein Tiefgang von 1,75 m möglich. Die Wasserspiegelbreite beträgt mindestens 37 m.

Geschichte

Der Teltowkanal wurde auf Initiative des Landrates des Kreises Teltow, Ernst von Stubenrauch, erbaut. Der erste Spatenstich erfolgte am 22. Dezember 1900 in Babelsberg, eingeweiht wurde er am 2. Juni 1906 durch Kaiser Wilhelm II. Er war zur Entlastung des regen Schiffsverkehrs im Zentrum Berlins geplant, sollte neue Industrie- und Wohnungsansiedlungen vor den Toren Berlins ermöglichen und gleichzeitig den Regenwasserabfluss der an ihm gelegenen Vororte Berlins aufnehmen. Etwa 10.000 Arbeiter waren mit dem Kanalbau beschäftigt. Der Britzer Zweigkanal und der Neuköllner Schiffahrtskanal waren bereits mit eingeplant.

Wasserqualität

Der Kanal galt lange Zeit als eines der meistverschmutzten Gewässer Berlins. Bis zum Jahr 1998 wurde beim Klärwerk Marienfelde (km 20,68) gereinigtes Abwasser aus der Kanalisation eingeleitet. Die Keimbelastung war aber immer noch hoch. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts ist die Wasserqualität deutlich besser geworden. Angelfisch sollte aufgrund des erhöhten PCP-Gehaltes nach wie vor nicht verzehrt werden.

Treidelbetrieb

Entlang des Kanals existierte eine Anlage mit 20 Treidel-Lokomotiven. Diese wurde Vorbild für den Bau des Panamakanals. Heute verlaufen auf dem ehem. Gleis Wege parallel zum Kanal.

1906: Der Teltowkanal wird dem Verkehr übergeben.
Das erste Funkferngespräch wird zwischen Berlin und Nauen geführt.
Das Kriminalgericht in Moabit wird fertiggestellt.
Wilhelm Voigt macht sich als Hauptmann von Köpenick selbst zur Legende.

Das markanteste Bauwerk des Brandenburg -Berliner Teltowkanals ist die monumentale Schleuse Kleinmachnow , die auch heute noch eine Sehenswürdigkeit ist und unter Denkmalschutz steht. Der Grundstein der Schleuse wurde 1901 gelegt und fünf Jahre später, 1906 , fand die feierliche Eröffnung durch Kaiser Wilhelm II. statt.

Die architektonische Ausgestaltung der Schleusengebäude im Bereich des Teltowkanal Kilometers acht bei Kleinmachnow fügt sich harmonisch in die hier mittelgebirgisch anmutende Landschaft des Teltow ein. Nördlich liegt die Schleuse zu Füßen der Anhöhe des Seeberges und nach Osten fast greifbar nahe am Machnower See , im Süden schließt sich das Landschaftsschutzgebiet der Bäke an und nach Westen öffnet sich der Blick auf den im Wald verschwindenden Teltowkanal – das sind die landschaftlichen „Markenzeichen“ der Schleusenumgebung in direkter Nähe zur südwestlichen Berliner und nordöstlichen Potsdamer Stadtgrenze.

http://www.sporttoday.de/Schleuse_Kleinmachnow

Quelle

www.berlinische-monatsschrift.de/bms/bmstxt00/0005prod.htm

Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Teltowkanal aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. In der Wikipedia ist eine Liste der Autoren verfügbar.

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